01. Februar 2017



Diskutiert wird heute von 18 – 19.00 Uhr bei Radio Bremen über ein neues geplantes Bordell in einem Gewerbegebiet in der Bremer Neustadt. Interessant sind die Diskutanten:

- Thea Kleinert, die Linke, Bremen
- Ulrike Hauffe, Gleichstellungsbeauftragte Bremen
- Prof. Ingo Mose, Bündnis 90 / Die Grünen Bremen - Mitglied im Beirat Neustadt / Bremen
- eine Vertreterin von Nitribitt, der Bremer Fachberatungsstelle für Prostituierte und
- Klaus Waehnert, Bordellbetreiber, Bremen

und wie immer beim Thema Prostitution schlagen die Wellen der Entrüstung hoch. Die einen wollen Prostitution ganz verbieten und die anderen setzen sich für das Gewerbe, für ein reguläres Angebot von sexuellen Dienstleistungen und für gute Arbeitsbedingungen von Sexarbeiter*innen ein. Es wird sicher eine spannende Diskussion, die im lifestream (http://www.radiobremen.de) verfolgt werden kann.

Wir, als BSD empfehlen eine sachliche Diskussion mit einer rechtebasierten Haltung, nämlich der Prostitutionsbranche und allen Beteiligten in ihr die gleichen Rechte zuzugestehen, wie allen anderen Branchen auch.
Und natürlich braucht es in der Prostitution kleine und große „Prostitutionsstätten“ (wie in der Hotelbranche), denn die einen Sexarbeiter*innen arbeiten eher in kleinen, familiären Bordellen und die anderen in größeren. Auch die Kunden wählen gern zwischen den verschiedenen Segmenten, wobei nicht jeder Bordellbetreiber*in das benötigte Kapital für ein großes Haus hat. Aber Rechtssicherheit brauchen alle und keine moralische Entrüstung.

Interview mit Stephanie Klee: 6.35 Uhr

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